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Aktuelle Meldung vom 02.12.2014
 
Kolpingsfamilie lädt ein

„Ich weiß von 23 Kirchen,
die Ferber gebaut hat. Es können jedoch noch einige fehlen …“

 

„Er baute Port Arthur, …, als Baumeister überall in Westfalen“,
mit dieser und der Schlagzeile
„Architekt Ferber, 75 Jahre alt“,

würdigte die Presse in Soest am 24.09.1949
den damaligen runden Geburtstag und gleichzeitig
das Lebenswerk von Josef Ferber, Architekt in Soest.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erweiterung der Filialkirche zu Niederbergheim, Grundsteinlegung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Josef Ferber (1874-1951)

Franz Joseph Ferber wurde am
24. September des Jahres 1874 in Allagen, Wisor, als siebentes von elf Kindern geboren. Er besuchte die Volksschule, absolvierte eine Ausbildung als Kettenschmied und ließ sich in den 1880er Jahren durch den Neubau der Pfarrkirche zu Allagen zum Beruf des Architekten inspirieren. Es folge ein
Fernstudium der Architektur in Braunschweig.

Er ging bereits im Jahre 1898 nach Soest, um in der Zeit von 1902 bis 1906 bei dem renommierten Architekten und Dombaumeister Wilhelm Sunder-Plaßmann aus Münster erste große Bauprojekte zu betreuen. Diese waren z.B. der Neubau der Kapelle "Muttergottes in der Not", der Bau des "Mariannenhospitals" und der Neubau der Wallfahrtsbasilika „Mariä Heimsuchung“, allesamt in Werl.

Im Jahre 1906 gründete Joseph Ferber sein eigenes Büro in Soest und erbaute sein Haus am Freiligrathwall Nr. 34. Dort folgte sein erstes größeres Projekt, nämlich der Neubau des alten Stadtkrankenhauses Soest. Im Laufe seines Schaffens erbaute er die erste Siedlung im sogenannten „Port Arthur“, das „Hildegardis-Lyzeum“ (Mädchengymnasium und heute Christian-Rohlfs-Realschule) usw..

Ein heimatnahes Projekt war die Erweiterung der Kapelle in Allagen/ Niederbergheim. Hier erfolgte die Grundsteinlegung zusammen mit Vikar Bernhard Zimmermann, der in Allagen an der Möhne gemäß bischöflicher Order seine erste Vikarsstelle inne hatte.

Aus dieser Beziehung entstand auch das wohl größte Bauvorhaben des Josef Ferber, nämlich der Bau des Studienheims St. Clemens in Driburg, das spätberufenen Priestern zur Ausbildung diente, eine Initiative bzw. das Lebenswerk des Allager Vikars Zimmermann.

Besagter Vikar Zimmermann legte im Übrigen auch die Grundlage für die Gründung der Kolpingfamilie in Allagen.

Als fleißiger Architekt hat sich Josef Ferber nicht nur mit Profanbauten befasst, sondern sich einen Namen in der Errichtung und der Erweiterung von Kirchenbauten gemacht, von denen eine Vielzahl bekannt ist. 

 

 

Die Kolpingfamilie Allagen lädt ein
zu einem sicherlich höchst interessanten und fachkundigen Vortrag, der den Titel trägt:

Die Kirchenbauten
des Architekten
Josef Ferber

 

Sonntag, 07. Dezember 2014,

ab 10:30 Uhr,

im Pfarrheim Allagen

 

 

 

 

 

Eingeladen sind hierzu alle Interessierten und noch zu interessierenden Bürgerinnen und Bürger.

Der historischen Aufarbeitung speziell des Wirkens von Josef Ferber im Kirchenbau hat sich
Dr. Heinrich Otten, Kunsthistoriker und Architekt aus Werl, im Rahmen seiner Dissertation umfassend gewidmet.

In seinen Veröffentlichungen, z.B. „Josef Ferber (1874-1951) Ein westfälischer Kirchenarchitekt in
-Soester Zeitschriften-, 2009“
, schreibt Otten

 

„Ich weiß von 23 Kirchen, die Ferber gebaut hat.

Es können jedoch noch einige fehlen …“.

 

Heinrich Otten

Geboren: 1964, nach Abitur und Wehrdienst Fachhochschulstudium Architektur in Wuppertal mit Abschluss Diplom-Ingenieur, 1991-1993 Tätigkeit in einem Remscheider Architekturbüro, 1993-1999 Studium der Fächer Kunstgeschichte, Historische Geographie und Städtebau in Bonn, anschließend Promotionsstudium mit Abschluss Dr. phil. mit der vorliegenden Arbeit über den Kirchenbau im Erzbistum Paderborn, seit 2001 freiberuflicher Mitarbeiter der Kunstinventarisation des Erzbistums Paderborn, seit 2004 Dozent für Kunst- und Kulturgeschichte an der Akademie für Gestaltung in Münster, seit 2014 Bearbeitung der Denkmaltopographie der Stadt Paderborn.

 
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