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Aktuelle Meldung vom 12.11.2012
 
Ordensschwestern verlassen Allagen

Eine Ära geht zu Ende

( thof ) :

 

Fast 85 Jahre prägten Ordensschwestern das Ortsbild Allagens  – in zwei Wochen ist diese Zeit unwiderruflich zu Ende; dann kehren  die beiden letzten Ordensschwestern, Schwester Franzinis und Schwester Fortunatis, Absch1.jpgdem Möhnetal den Rücken zu, gehen zurück in ihr Mutterhaus in Coesfeld und lassen eine Lücke zurück, deren Umfang und Ausmaß die Bewohner in Allagen und Niederbergheims sicher erst nach und nach ermessen werden. Am Samstag galt es allerdings, noch ein letztes Mal zurückzuschauen und sich die wertvolle Arbeit der Ordensschwestern bewusst zu machen. Der PGR-Vorsitzenden Andrea Schulte kam zunächst die ehrenvolle Aufgabe zu, alle Gäste im Sternsaal herzlich willkommen zu heißen. Ihr besonderer Gruß galt natürlich den früher in Allagen tätigen Ordensschwestern aus Coesfeld, die unter Leitung ihrer Provinzoberin M. Anneliese nach Allagen gekommen waren, den Pastören Ernst Müller, Werner Großekatthöfer, Markus Gudermann und Raoul van Lieshout: „Weit mehr als 51 Jahre waren sie ein fester, bestimmender Bestandteil unserer Gemeinde und haben hier großartige Arbeit geleistet. Im Namen der gesamten Kirchengemeinde danke ich Ihnen ganz herzlich!“ Mit „standing Ovations“  bekräftigten die Besucher im voll besetzten Sternsaal, dass A. Schulte offensichtlich den berühmten Nagel auf den Kopf getroffen hatte. Mehr als 30 Jahre hatten die Schwestern vom „Orden unserer lieben Frau“ das kirchliche Leben in Allagen/Niederbergheim gemeinsam mit Pastor Müller geprägt. So war es ihm ein dringendes Anliegen, in seinem Festvortrag noch einmal an wichtige Stationen im Laufe dieser Zeit zu erinnern. Kurz ging er zunächst auf die Gründungsphase des Ordens in Frankreich und die Gründung der Kongretation in Coesfeld im Jahr 1850 ein, nannte noch einmal die Ziele des Ordens und wandte sich dann ihrem Wirken im Möhnetal zu. In anschaulicher und bewegender Weise zeichnete er Bilder ihrer vielfältigen Tätigkeiten und machte dadurch auch vielen heimischen Bürgern noch einmal deutlich, wie wertvoll die Arbeit der Schwestern in den vergangenen fast 51 Jahren war und worauf Allagen nun verzichten muss: „Sie haben in beispielhafter Weise Zeugnis von Gottes Liebe und Güte abgelegt und dürfen sicher sein, dass Sie in Allagen/Niederbergheim Spuren hinterlassen haben, die auch noch nach Ihrem Weggang ein deutliches Zeugnis Ihrer Arbeit ablegen!“ Schmunzelnd und liebevoll erinnerte Pastor Müller an ganz persönliche Begebenheiten mit der „resoluten Othilde“ , mit der „zupackenden Franzinis“ u.a. Schwestern. Mit dem Satz „Die Erinnerung an Sie bleibt im Herzen vieler Menschen fest zurück!“ schloss er seinen Rückblick und erntete für seinen Vortrag den Beifall des gesamten Hauses. Nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken folgte ein Vortrag von Kindern aus dem Absch5.jpgKatholischen und dem Integrativem Kindergarten, in dessen Verlauf die Kids ihre vielfältigen Wünsche für die Zukunft der Schwestern musikalisch zum Ausdruck brachten und ihnen dann mit leuchtenden Augen kleine, selbst gebastelte GeschenkeAbsch6.jpg überreichten. Gern und mit erkennbarer Freude nutzte dann die Provinzoberin M. Anneliese den Rahmen der Festveranstaltung, noch einmal auf das Wirken ihres Ordens aus ihrer ganz persönlichen Sicht einzugehen und sich dann herzlich für die tolle Aufnahme der Schwestern in den vergangenen 36 Jahren zu bedanken: „Ich bin sicher, dass der Kontakt zwischen Allagen Absch8.jpgund dem Kloster Annenthal bei Coesfeld nicht abreißen wird; schließlich beträgt die Entfernung lediglich 129 Km – und was ist das für ein kleiner Sprung angesichts der vielfältigen Beziehungen, die in den vergangenen Jahren geknüpft wurden!“ Gern knüpfte A. Schulte an die Worte ihrer Vorrednerin an und betonte, dass die Entfernung in beiden Richtungen dieselbe sei: „Wir hoffen, dass Sie uns bei passenden Gelegenheiten auch besuchen – denn sie haben tiefe Spuren in Allagen hinterlassen, die uns immer an ihr wertvolles Wirken hier vor Ort erinnern!“ Zur Erinnerung an Allagen und vor allen Dingen an die Kirche St. Johannes-Baptist überreichten Absch11.jpgA. Schulte und Heinz Piekarz (Kirchenvorstand) den scheidenden Schwestern Fotos eines von Erich Ernst gemalten Bildes der heimischen Kirche,  das den Titel „Das  vorwitzige  Gottes-haus“ trägt.

Noch lange fanden die Besucher dann Zeit für persönliche Gespräche, ehe die Festveranstaltung mit einem gemeinsamen Gottesdienst ausklang.

 
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