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Aktuelle Meldung vom 14.08.2012
 
Einzug von Pastor Van Lieshout in Allagen

Bericht des Warsteiner Anzeigers über Pastor van Lieshout:

In der St. Johannes Baptist-Gemeinde Allagen/Niederbergheim hat eine neue seelsorgerische Ära begonnen. Pastor Raoul van Lieshoutvl1.jpg ist in dieser Woche in das Pfarrhaus neben der Kirche eingezogen, heute hilft ihm eine seiner Schwestern beim Einräumen.
Die Gemeinde hat den Niederländer allerdings schon kennengelernt in Gottesdiensten, oder ganz persönlich durch die Krankenkommunion, die der Pastor ins Haus gebracht hat. Auch an diesem Wochenende versieht er seinen Gottes-Dienst an den Altären im Pastoralverbund Möhnetal.
Was kann der 54-jährige Geistliche über seinen neuen Wirkungskreis sagen? „Ich bin gespannt, was auf mich zukommt“, ist der langfristige Gedanke, der seinen Anfang aber genommen hat mit dem Gefühl: „Ich spüre, dass ich willkommen bin!“ Und von sich aus erklärt er die Bereitschaft zu einem dauerhaften Engagement, denn seine Einschätzung ist: „Es spricht für einen Ort, wenn ein Pastor 30 Jahre lang in einer Gemeinde tätig war“. Diesen Zeitraum verbrachte sein Vorgänger Ernst Müller in dem Pfarrhaus, das gerade renoviert wird.
Es ist „wie gemacht“ für Raoul van Lieshout, und die Wohnsituation war ein Kriterium, warum er nach Allagen kam, und nicht in eine Stadtgemeinde mit möglicherweise einer kleineren Mietwohnung. Denn er hat seine beiden Großen Schweizer Sennhunde Tönnes und Goia vl2.jpgmitgebracht, sowie die beiden Katzen Nico und Katharina und zwei Aquarien mit namenlosen Fischen.
Zehn Jahre lang war Raoul van Lieshout Pastor im Waldecker Land (Hessen) in der St. Peter und Paul-Gemeinde in Korbach-Eppe tätig, zuletzt als stellv. Leiter des Pastoralverbundes Korbach. Und somit war er Seelsorger für die Katholiken in zehn Dörfern mit vier Kirchen. „Es war Diaspora“, sagt er, aus der er sich auf eigenen Wunsch verabschiedet hat. Im Waldecker Land ging es wegen der wenigen katholischen Christen „sehr familiär“ zu, das bedeutete aber auch, dass die Gemeindestrukturen weder Kolpingsfamilien noch Junge Gemeinden beinhalteten. Und auch das an seinem neuen Wirkungskreis im Möhnetal stark ausgeprägte Schützenwesen ist für ihn „Neuland“.
„Da muss ich mich herantasten, aber damit habe ich keine Probleme“, sagt der neue Pastor. Selbst verantwortlich in die Pastoralverbundsarbeit eingebunden gewesen, geht er auch selbstbewusst in die Arbeit mit seinen Priesterkollegen. Mit ihnen und Pastoralverbundsleiter Pastor Markus Gudermann war Raoul van Lieshout bereits in einer Arbeitsklausur, und die Aufgabenverteilung ist klar: „Mein Schwerpunkt liegt in Allagen!“
Zu den Neuheiten, an die er sich herantasten muss, gehört auch der Karneval. Aus seiner Heimat und auch seinem ersten Wirkungsort in Deutschland in Oberschwaben, wo er 1992 seine erste Vikarstelle hatte, kennt er den Straßenkarneval. So ist für ihn klar: „An Sitzungen werde ich teilnehmen, aber ich kann mir nicht vorstellen, in die Bütt zu steigen“. Fest steht für ihn aber: „Karneval gibt es für mich sowieso nur in Verbindung mit der Fastenzeit. Es ist das letzte Austoben vor der konsequenten Vorbereitung auf Ostern“.
Dabei ist Raoul van Lieshout durchaus mit einem gesunden Humor ausgestattet. Das ist abzulesen aus der Namensgebung für seine Tiere. Weniger bei den Katzen Nico(laus) und Katharina mit heiligen Vorbildern. Aber die Hunde hören auf Tönnes und Goia; und mit Tönnes ist der kongeniale Partner der kölschen Witzfigur Schäl gemeint. Goia ist eigentlich „Gloria“ unter Weglassen des „L“ und des „R“. Pastor van Lieshouts Erklärung: „Ich wollte Irritationen vermeiden, wenn ich ,Gloria’ rufend gehört werde. Das wäre dann kein Lobgesang, sondern einfach der Ruf nach meiner Hündin. Goia ist unverfänglich“.
Und auch sein Nationalitäten-Verständnis als Niederländer braucht eine Erklärung: „Das ist etwas anders als Holländer. So, wie nicht alle Deutschen Preußen sind“. Jetzt ist er aber dabei, Möhnetaler zu werden.

 

 
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